Tanzunterricht SJ 2018/19, Choreografie: Philipp Wiesner, StS Bergedorf 7a ©»Step by Step«/AnjaBeutler.de
Tanzunterricht SJ 2018/19, Choreografie: Philipp Wiesner, StS Bergedorf 7a ©»Step by Step«/AnjaBeutler.de

Aktuell

Für die Kontinuität von Tanzprojekten

9. Mai 2020

In der Corona Krisenzeit sind verlässliche Strukturen, Tagesroutinen, Orte für Miteinander und Freizeitgestaltung plötzlich weggebrochen. Die Schulen agieren im Ausnahmezustand, transformieren und organisieren die Bildungsprozesse, mit besonderer Konzentration auf die Kernfächer. Gerade jetzt im Umgang mit Beschränkungen, Ungewissheit, Unsicherheit kommt der sozialen und kulturellen Teilhabe sowie der kreativen Gestaltung ein besonderer Stellenwert zu.

Erweiterung der Räume und Methoden

»Step by Step« stellt sich den krisenbedingten Herausforderungen und entwickelt die Erfahrungsräume für tanzkünstlerische und ästhetische Praxis in Schulen weiter – insbesondere für Kinder und Jugendliche, für die die Schule ggf. der wichtigste Ort für Zugang zu Kunst sowie Kultur und Bewegung ist.

Die Bedeutung gemeinsamer räumlicher Präsenz und des physischen Kontakts ist in Bezug auf die unmittelbaren Bildungserlebnisse und Körperlichkeit bei Tanzprojekten essentiell. Darüber hinaus können tanzkünstlerische Prozesse auch mit digitalen oder kontaktarmen Methoden Erfahrungen ermöglichen, um den Auswirkungen der Krise konstruktiv und selbstwirksam begegnen zu können.

Diese Aufgaben für zuhause haben mir am besten gefallen:
»... wo man sich drehen musste und dann auf den Bauch hinlegen musste.«
/ »... wo ich zu Hause irgendjemanden nachmachen musste.« / »... in Zeitlupe durch den Raum gehen.« / »... dass ich auf dem Tisch tanzen konnte.«

Zitate Schüler*innen

Für die Krisenzeit und die noch länger andauernde Übergangszeit in eine (neue) Normalität haben die »Step by Step« Choreograf*innen daher Praktiken entwickelt, die Distanzen überbrücken, in Bewegung und zum Tanzen bringen. Analoge Räume für aktives Tun und Rezeption werden je nach Distanz- und Hygienestandards genutzt, um weitere kontaktfreie oder -arme Räume sowie um digitale Medien erweitert. Die digitalen Tools via Apps oder Webanwendungen werden in Hinblick auf ihr Potenzial im Bereich Tanz genutzt – kulturelle Teilhabe, Möglichkeiten der Interaktion, Mitgestaltungs- und Ausdrucksformen. Tools, Methoden und Materialien aus dem Tanz werden Chancen eröffnen für neue Lehr- und Lernkonzepte, die sich auf andere Schulfächer übertragen und in den Schulalltag integrieren lassen.

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